Last Soul Ultra 2026 · Persönlicher Erfahrungsbericht
301,5 Kilometer. 45 Runden. 68 Jahre. Beim Last Soul Ultra 2026 hat Hubert Karl einen Lauf gezeigt, der weit über Zahlen hinausgeht. Julian Zimmermann, Co-Founder von athleteXhub, war vor Ort und erzählt, was ihn an Hubert Karl, dem Backyard Ultra von Kim Gottwald und der Gemeinschaft hinter dem Event bewegt hat.
Ich hatte keine Ahnung, was mich beim Last Soul Ultra erwartet
Klar, ich kannte das Backyard-Ultra-Format: Jede Stunde geht es erneut auf eine 6,7 Kilometer lange Runde. Wer nicht rechtzeitig zurück im Startbereich ist oder nicht zur nächsten Runde antritt, scheidet aus. Das klingt simpel. Ist es aber nicht.
Was ich beim Last Soul Ultra 2026 erlebt habe, hat mich auf eine Art bewegt, die nur schwer in Worte zu fassen ist.
Ich war vorher ehrlich gesagt skeptisch. Backyard Ultras gibt es viele. Doch der Last Soul Ultra von Kim Gottwald fühlte sich vom ersten Moment an anders an. Was Kim und sein Team aufgebaut haben, ist kein gewöhnliches Rennen. Es ist eine Gemeinschaft.
Die Atmosphäre, der Zusammenhalt unter den Läuferinnen und Läufern und die Selbstverständlichkeit, mit der man sich gegenseitig unterstützt: Jeder hilft jedem. Niemand wartet auf das Scheitern des anderen. Obwohl am Ende nur eine letzte Person übrig bleiben kann, trägt die Gemeinschaft jeden Einzelnen so lange wie möglich.
Als Filmemacher bin ich es gewohnt, Veranstaltungen zunächst von außen zu beobachten. Beim Last Soul Ultra funktioniert das nicht lange. Dieses Event zieht einen hinein.
Hubert Karl beim Last Soul Ultra: eine bekannte Geschichte, die mich trotzdem sprachlos macht
Hubert Karl ist für mich kein Unbekannter. Wir haben bereits eine Dokumentation über ihn produziert, die bald auf Kinotour geht. Ich kenne seine Geschichte, seine Werte und seine Art zu leben. Ich dachte, ich wüsste, was ihn ausmacht.
Und dann stand ich beim Last Soul Ultra daneben und wurde trotzdem sprachlos.
68 Jahre. 45 Runden. 301,5 Kilometer. Eine Leistung, die beim Last Soul Ultra als weltweiter Altersrekord gefeiert wurde.
Dieses Mal war ich nicht als Regisseur vor Ort, sondern um den Social-Media-Support zu übernehmen und eine Kurzdokumentation zu produzieren. Ich wollte das Event begleiten und Hubert unterstützen. Was Hubert Karl dann geleistet hat, hat unsere Erwartungen weit übertroffen.
45 Stunden lang begann für ihn jede volle Stunde dieselbe Aufgabe von vorn. Wieder aufstehen. Wieder an die Startlinie. Wieder 6,7 Kilometer. Nach 45 vollständig absolvierten Runden standen 301,5 Kilometer. Für einen 68-jährigen Ultraläufer ist das ein außergewöhnlicher Alters-Bestwert, der die Dimension von Huberts Leistung sichtbar macht.
Was 45 Runden über Ausdauer und Mindset verraten
Beim Last Soul Ultra wird Ausdauer neu definiert. Es geht nicht nur darum, einmal möglichst weit oder möglichst schnell zu laufen. Die eigentliche Prüfung liegt in der Wiederholung: Nach jeder Runde kehrt man zurück. Der Körper fährt herunter. Für einen kurzen Moment entsteht Ruhe. Dann zählt der nächste Start.
Genau darin liegt für mich die größte mentale Leistung von Hubert Karl. 45-mal hat er sich dieser Entscheidung gestellt. Nicht irgendwann, sondern im festen Rhythmus jeder einzelnen Stunde – bei Tag, in der Nacht und wieder am Tag.
Ausdauer bedeutet hier nicht, ununterbrochen hart zu sein. Sie bedeutet, den eigenen Zustand ehrlich wahrzunehmen, Energie einzuteilen und im richtigen Moment wieder loszugehen. Das ist eine sportliche Fähigkeit. Gleichzeitig ist es eine Haltung, die weit über den Ultralauf hinausweist.
Natürlichkeit als Prinzip – nicht als Trend
Viele Menschen stellen sich das Backyard-Format nach dem Motto vor: so weit wie möglich, egal zu welchem Preis. Für Hubert Karl ist diese Haltung das Gegenteil dessen, wofür er steht.
Seit Jahrzehnten verfolgt Hubert einen konsequent natürlichen Ansatz. Er betont, wie wichtig es für ihn ist, auf den Körper zu hören, Grenzen wahrzunehmen und Belastung nicht künstlich zu überdecken. Nach seiner eigenen Philosophie gehören chemische Schmerzmittel und synthetische Booster nicht zu seinem Weg. Keine vermeintlichen Abkürzungen – stattdessen Erfahrung, Körpergefühl und Konsequenz.
Das ist bei Hubert Karl kein kurzfristiger Trend. Es ist eine Lebensphilosophie, die er seit mehr als 40 Jahren praktiziert. Seine 301,5 Kilometer beim Last Soul Ultra machen diese Haltung greifbar. Nicht als allgemeines Gesundheitsversprechen und nicht als Rezept für andere, sondern als persönlicher Weg eines außergewöhnlich erfahrenen Ultraläufers.
Hubert Karl und Kim Gottwald: zwei Ultraläufer, ein besonderes Event
Der Last Soul Ultra trägt deutlich die Handschrift von Kim Gottwald. Das Format fordert den Einzelnen bis an seine persönliche Grenze und schafft gleichzeitig Raum für Nähe, gegenseitige Unterstützung und echte Geschichten.
Die Begegnung von Hubert Karl und Kim Gottwald steht für zwei Perspektiven auf den modernen Ultralauf: jahrzehntelange Erfahrung auf der einen Seite, eine neue Generation reichweitenstarker Ausdauer-Events auf der anderen. Beim Last Soul Ultra kamen beide zusammen – nicht als inszenierter Gegensatz, sondern durch die gemeinsame Faszination dafür, wozu Menschen körperlich und mental fähig sind.
Was Hubert Karls Leistung mit athleteXhub zu tun hat
Bei athleteXhub glauben wir daran, dass die besten Athletengeschichten wirklich gelebt werden. Nicht inszeniert. Nicht für einen Algorithmus erfunden. Sondern echt.
Hubert Karl ist dafür ein lebender Beweis. Menschen, die ihren Weg über Jahrzehnte konsequent gehen, nicht nach dem schnellen Erfolg suchen und anderen mit ihrer Geschichte etwas geben, verdienen Sichtbarkeit.
Genau deshalb bauen wir athleteXhub auf: Wir bringen ambitionierte Athletinnen und Athleten mit passenden Sponsoren zusammen und schaffen eine Bühne für Leistungen, Werte und Geschichten, die sonst zu oft unter dem Radar bleiben.
Die Kurzdokumentation über Hubert Karl kommt bald
Wir haben Hubert Karls Lauf beim Last Soul Ultra mit der Kamera begleitet. Aus dem Material entsteht eine Kurzdokumentation, die wir bald auf dem YouTube-Kanal von athleteXhub veröffentlichen werden.
Ich freue mich sehr darauf, diese Geschichte zu zeigen. Denn zwischen Startsignal, 6,7-Kilometer-Runde und kurzer Pause liegen Momente, die keine Ergebnisliste erzählen kann.
Danke an Kim Gottwald und das gesamte Last-Soul-Ultra-Team für dieses außergewöhnliche Event. Danke an Julian Kolb und Marco Cognac für die Unterstützung vor Ort. Und danke an Hubert – dafür, dass du uns immer wieder daran erinnerst, was möglich ist.
Ein Event, das für immer in meinem Kopf bleibt. ❤️
Häufige Fragen zu Hubert Karl und dem Last Soul Ultra
Wie viele Kilometer lief Hubert Karl beim Last Soul Ultra 2026?
Hubert Karl absolvierte 45 Runden. Bei der vom Event verwendeten Rundendistanz von 6,7 Kilometern entspricht das insgesamt 301,5 Kilometern.
Wie alt war Hubert Karl beim Last Soul Ultra 2026?
Hubert Karl war beim Last Soul Ultra 2026 68 Jahre alt. Seine 45 Runden wurden im Umfeld des Events als weltweiter Altersrekord beziehungsweise außergewöhnlicher Alters-Bestwert eingeordnet.
Was ist der Last Soul Ultra?
Der Last Soul Ultra ist ein von Kim Gottwald organisiertes Event im Backyard-Ultra-Format. Jede Stunde startet eine neue Runde über rund 6,7 Kilometer. Wer die Runde nicht innerhalb der Stunde beendet oder nicht erneut startet, scheidet aus.
Wer ist Kim Gottwald?
Kim Gottwald ist Ultraläufer und Organisator des Last Soul Ultra. Beim Event verbindet sein Team das Backyard-Ultra-Format mit Livestream, medialer Begleitung und einer stark gemeinschaftlich geprägten Atmosphäre.
Wo erscheint die Dokumentation über Hubert Karl?
athleteXhub hat Hubert Karl beim Last Soul Ultra 2026 mit der Kamera begleitet. Die angekündigte Kurzdokumentation soll auf dem YouTube-Kanal von athleteXhub veröffentlicht werden.
Redaktioneller Hinweis: Die Einordnung als weltweiter Altersrekord beruht auf Angaben aus dem Umfeld des Events. Eine unabhängig einsehbare offizielle Ratifizierung dieses altersbezogenen Backyard-Ultra-Rekords lag der Redaktion zum Veröffentlichungszeitpunkt nicht vor.
Über den Autor:
Julian Zimmermann ist Co-Founder von athleteXhub, der Plattform, die ambitionierte Athletinnen und Athleten mit passenden Sponsoren zusammenbringt.
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